Mach es selbst
Bewährte Verfahren und Anwendungstipps
Tipps und Techniken, mit denen Sie das beste Ergebnis erzielen und die häufigsten Fehler beim Auftragen vermeiden können.
Auftragstechniken
Wie man streicht, um ein glattes Finish zu erzielen
Standardmäßig weisen unsere Produkte eine poröse (raue) Struktur auf, es gibt jedoch zwei Methoden, um eine glattere Oberfläche zu erzielen:
Die „Feuchtwalzen“-Methode (einfach durchzuführen)
Bei jedem Auftrag sollten Sie, sobald sich die Beschichtung nicht mehr feucht anfühlt, aber noch formbar ist, eine leicht angefeuchtete und gut ausgewrungene Rolle (empfohlen wird eine Schwamm- oder Nylonrolle mit kurzen Borsten) verwenden, um die Oberfläche zu glätten.
Dieser Vorgang sollte ähnlich wie beim eigentlichen Streichen durchgeführt werden – mit gleichmäßigen Bewegungen (von oben nach unten) und schrittweise in einem Durchgang in einer Richtung.
Die Walze sollte mit mäßigem Druck geführt werden – so, dass Unebenheiten geglättet werden, ohne dass Material abgetragen wird. Wenn sich die Farbe ablöst, sollten Sie den Druck verringern oder warten, bis die Beschichtung etwas getrocknet ist.
Eventuelle Mängel sollten bei der nächsten Schicht behoben werden. Punktuelle Korrekturen können zu sichtbaren Unterschieden in der Struktur führen.
Die „Feder“-Methode (glatteres Ergebnis, erfordert jedoch Erfahrung)
Eine weitere Methode, um eine glattere Oberfläche zu erzielen, besteht darin, eine größere Menge Material auf einmal aufzutragen (z. B. mit einer Schnurwalze oder einer Glättwalze für Gips) und die Oberfläche anschließend sofort mit einer Stahlkelle (der sogenannten „Feder“) zu glätten.
Das Verkleben leicht angetrockneter Teile sollte am besten erfolgen, nachdem diese zuvor mit einem feinen Wassernebel (z. B. mit einer Sprühflasche) angefeuchtet wurden.
Diese Methode ähnelt stark dem Auftragen von Gipsputz; daher empfiehlt es sich, bei fehlender Erfahrung im Bauwesen die „Nasswalz“-Methode zu wählen oder die Arbeiten einem spezialisierten Team zu überlassen.
Wie man die Bildung von „Klumpen“ vermeidet
Beim Auftragen der ersten Beschichtungsschicht können punktförmige Materialansammlungen (Mikrokügelchen) entstehen, die an „Fleckchen“ erinnern. Die Ursachen für die Entstehung solcher Ansammlungen sind:
- Falsche Werkzeuge
Nicht jeder Farbroller eignet sich zum Auftragen von Wärmedämmbeschichtungen.Es wird empfohlen, Nylon- oder Schnurwalzen zu verwenden, die für eine gleichmäßige Verteilung des Materials sorgen.
- Unsachgemäß vorbereiteter Untergrund
Sehr saugfähige Oberflächen müssen unbedingt grundiert werden (in manchen Fällen sogar mehrmals).Das Ziel besteht darin, die Wasseraufnahme des Materials zu verringern, was dessen Verarbeitung erheblich erleichtert.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob der Untergrund richtig vorbereitet wurde, führe einen einfachen Test durch: Befeuchte einen kleinen Bereich der Oberfläche leicht mit Wasser (so, dass es nicht herunterläuft) und versuche erneut, das Material aufzutragen.
Wenn sich die Farbe deutlich besser auftragen lässt, bedeutet dies, dass der Untergrund vor dem Streichen zusätzlich grundiert oder angefeuchtet werden muss.
- Zu hohe Materialdichte
Unter bestimmten Bedingungen (z. B. hohe Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit) muss das Produkt möglicherweise leicht mit Wasser verdünnt werden – maximal bis zu 5 %.
Es sollte nur so viel Material verdünnt werden, wie innerhalb von 3–5 Stunden verbraucht wird.
Sollte das Problem trotz Befolgung der oben genannten Empfehlungen weiterhin bestehen, können die „Klumpen“ durch eine spezielle Walzenbewegung verteilt werden:
Während der Auf- und Abbewegung sollte eine leichte Seitwärtsbewegung (nach rechts oder links) ausgeführt werden, die sogenannte „Rollenrutsch“. Dadurch wird das Material gleichmäßig verteilt und lokale Ansammlungen von Kugeln vermieden.
Nachdem die Kugelansammlungen verteilt wurden, fahren wir mit dem Streichen wie gewohnt fort.
Was tun, wenn die Walze rutscht?
Wenn die Rolle beim Streichen über die Oberfläche gleitet (sich nicht dreht), sollten Sie zwei mögliche Ursachen in Betracht ziehen:
- Defekte oder falsch montierte Welle
Überprüfen Sie vor Beginn der Malerarbeiten, ob sich die Rolle „trocken“ leicht drehen lässt.
Wenn Sie einen Widerstand spüren, vergewissern Sie sich, dass die Patrone richtig am Griff angebracht ist. Ersetzen Sie die Walze bei Bedarf durch eine andere.
- Zu viel Material
Wenn zu viel Material auf einmal aufgetragen wird oder die Walze nicht ausreichend entwässert wird, kann dies dazu führen, dass sie auf der Oberfläche rutscht.
Um dies zu verhindern, sollte man den Pinsel mit Hilfe einer Farbwanne oder eines Farbrosts gründlich von überschüssigem Material befreien.
Wie man arbeitet, damit keine Übergänge sichtbar sind
Um sichtbare Übergänge zu vermeiden, wird empfohlen, nach folgendem Arbeitsablauf vorzugehen:
- Flächenaufteilung
Teile die Wand in vertikale Streifen mit einer Breite von ca. 0,5–1 m.
Arbeite immer innerhalb eines Streifens und achte dabei auf einen durchgehenden Auftrag. - Am Rand beginnen
Beginne mit dem Streichen an einer Ecke oder einer anderen natürlichen Begrenzung (z. B. einer Wandkante, einem Fenster oder einer Tür).
Beginne nicht in der Mitte der Wand. - Auftragen des Materials
Tragen Sie das Material gleichmäßig auf den ersten Streifen auf, indem Sie es mit Auf- und Abbewegungen auftragen.
Versuche nicht, sofort ein perfektes Ergebnis zu erzielen – entscheidend ist, dass du das Material gleichmäßig verteilst. - Wechsel auf die nächste Spur („nass auf nass“)
Gehen Sie ohne Unterbrechung zur nächsten Bahn über und überlappen Sie dabei leicht (ca. 10–20 cm) den vorherigen, noch feuchten Abschnitt. So vermeidest du sichtbare Übergänge.
- Strukturausgleich (optional)
Nachdem Sie 2–3 Streifen aufgetragen haben, kehren Sie zum Anfang zurück und glätten Sie die Struktur (z. B. mit der Nasswalzen- oder Federtechnik – je nach gewählter Methode). Arbeite weiter an neuem Material.
Bei größeren Flächen erzielt man die besten Ergebnisse, wenn man zu zweit arbeitet:
- Die erste Person legt den Stoff auf,
- Die zweite gleicht dies laufend aus.
Dadurch bleiben die Kontinuität der Arbeit und eine einheitliche Struktur gewahrt.
- Fortsetzung der Arbeit
Wiederhole das Schema:
Auftragen → Überlappen → Ausrichten (optional),
wobei auf der gesamten Fläche ein gleichmäßiges Arbeitstempo beibehalten wird.
Die wichtigsten Regeln
- Lass die Kanten nicht austrocknen („nass in nass“),
- Arbeite die Reihen in einer Richtung,
- Vermeide Lücken in der Mitte der Wand,
- Halte ein gleichmäßiges Arbeitstempo ein.
Kompatibilität mit anderen Materialien
Wie klebt man ein anderes Material effektiv auf eine Wärmedämmung?
Unsere Produkte zeichnen sich durch eine sehr gute Haftung auf den meisten Untergründen aus, wie beispielsweise Metall, Styropor, Kalkzementputz, Gipsputz usw. Wenn jedoch andere Materialien auf die fertige Beschichtung geklebt werden sollen, muss das Bindemittel entsprechend ausgewählt werden.
Die Verwendung von Zementklebern wird nicht empfohlen
Zementkleber (die mit Wasser angerührt werden) werden für die Verwendung auf unserer Beschichtung nicht empfohlen.
An der Schnittstelle zwischen Kleber und Beschichtung wird Wasser aus dem Mörtel aufgesaugt, was die Haftung erheblich beeinträchtigen kann. Bei schwereren Gegenständen wie Fliesen besteht ein hohes Risiko, dass sie sich lösen.
Empfohlene Lösung
Eine bewährte und empfohlene Lösung sind Schaumklebstoffe (niederdruckbeaufschlagte Polyurethanklebstoffe), die eine sehr gute Haftung und eine dauerhafte Verbindung mit der Beschichtung gewährleisten.
Mit Schaumkleber lassen sich Materialien wie z. B. Gipskartonplatten, OSB-Platten, Dämmplatten usw. sicher verkleben.